ORCHIDEEN MIT FREUDE SCHÜTZEN UND PFLEGEN

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Orchideenpflege

Praxisnahe Kultivierung von Orchideen
Heinz J. Plezia

Das erfolgreiche Kultivieren von Orchideen erfordert Erfahrung, Hintergrundwissen, Ausdauer und Glück.
Letzteres kann man nicht erlernen, aber es ist von Vorteil, wenn man es hat. Das meiste lernt man aus Fehlern, doch ist es auch wichtig, die Kenntnis von der Herkunft seiner Pflanze zu haben, da dies entscheidend für die Kultivierungsmaßnahmen ist.

Wahl des Standortes
Ist man über die Originalstandorte seiner Orchideen informiert, weiß man von der Bedeutung der Temperaturverhälnisse und der relativen Luftfeuchte.
Der Standort zu Hause sollte also richtig gewählt sein, kühl oder warm, sonnig oder schattig, wobei man stets für eine ausreichende Luftumwälzung sorgen sollte. Zug darf nicht entstehen. Günstig wirkt sich eine Temperatur-Nachtabsenkung von mindestens 3º Celsius auf die Pflanzen aus.

Es sind folgende Temberaturbereiche definiert als:
kalt/kühl:       05 -15º C
temperiert:    15 - 21º  C
warm:            18 - 28º C

Übertopf oder Schale
Für den Einsteiger sind Fensterbänke ideal, sofern sie beschienen sind. Licht braucht jede Orchidee, die eine mehr die andere weniger. Direkte warme Luft durch eine Heizung sollte durch Auflegen einer Platte (Holz oder Styropor) an den Pflanzen vorbeigeleitet werden. Ein schnelles Welken der Blüte ist meist ein Zeichen der zu warmen Haltung, aber auch zu trockener Luft. Für Luftfeuchtigkeit auf der Fensterbank sorgen mit Wasser gefüllte Schalen. Wer es gezielter machen möchte, sollte Kunststoffkästen (ohne Löcher) oder Übertöpfe verwenden.
Der Kunststoffkasten wird zu ungefähr 1/3 mit wasserspeichenden Material (Blähton oder Seramis o.ä.) aufgefüllt. Darüber kommt ein Gitterrost (Kunststoff ist empfehlenswert), damit der Topfboden nicht in Berührung mit dem Material kommt. Das verdunstende Wasser steigt nach oben und erzeugt ein Kleinklima.
Benutzt man Übertöpfe, ist Sorgfalt geboten. Der Übertopf sollte so gewählt werden, dass mindestens ein daumbreit Luft zwischen Pflanztopf und Übertopf vorhanden ist. Auch hier füllen wir den Boden mit wasserspeichenden Material, ein seitenverkehrt aufgelegter Kunststoffuntersetzer verhindert einen Wasserstau.

Das Gießen
Vom Standort hängt auch die Häufigkeit des Gießens ab, da das Trockenwerden im Warmen natürlich schneller erfolgt. Dieser Zyklus von Feucht- und Trockenperiode ist für die Orchideen lebensnotwendig.
Sie dürfen niemals im Wasser stehen, noch ständig feucht gehalten werden, sonst kommt es zu Fäulnis an den Wurzeln und die Pflanze geht ein. Einige Orchideen blühen erst, wenn sie eine gewisse Zeit trocken gehalten werden. Am besten taucht man den gesamten Topf unter Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Nach dem Abtropfen stellt man die Pflanze zurück und prüft über mehrere Tage durch Anheben das Gewicht des Topfes. Ist er wieder leicht, so darf wieder gegossen werden. Bei feinem Substrat sollte auf das Tauchen verzichtet werden, und stattdessen das Substrat kräftig gewässert werden. Doch lassen sie sich nicht täuschen, auch wenn das Substrat obenauf sehr trocken ist, innen ist meist noch ausreichend Feuchtigkeit enthalten.

Düngen
Hier sollte ein Spezialdünger für Orchideen verwendet werden. Den Spezialdünger erhalten Sie in Blumenfachgeschäften oder in Orchideengärtnereien. Hier können Sie den einen oder anderen Tipp zur Pflege ihrer Orchideen mit auf den Weg bekommen.
Verwendet man einen normalen Zierpflanzendünger, sollte mit der Hälfte der angegebenen Menge gedüngt werden. Ich dünge meine Orchideen einmal im Monat während der Wachstumszeit. Die Wachstumszeit der meisten Orchideen fällt in den Zeitraum zwischen März und Oktober.

Umtopfen

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